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Fassadendämmung: heißes Thema für kühle Rechner

Hausbau

Wer sich mit dem Thema Fassadendämmung beschäftigt, verliert leicht den Überblick. Das Gebäudeenergiegesetz muss beachtet, das richtige Dämm-Verfahren gewählt werden. Und dann müssen Sie sich auch noch entscheiden: Dämmstoffe aus fossilen Rohstoffen, aus mineralischen Materialien oder gar in nachhaltiger und ökologischer Qualität? Energieeffizienzexperten können Ihnen bei der Entscheidung helfen.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) kennen die meisten durch den sogenannten „Heiz-Hammer“. Es befasst sich aber mit noch viel mehr Themen rund um die Energieeffizienz von Häusern. Ein wichtiger Aspekt ist beispielsweise die Fassadendämmung. „Allein mit einer Dämmung der Außenwände und Sonnenschutz an den Fenstern können Sie bis zu 35 % Energiekosten sparen“, führt die KfW aus. Das klingt doch gut, und es kommt noch besser: „Im Rahmen einer umfassenden Sanierung zum Effizienzhaus erhalten Sie dafür Fördermittel“, ergänzt die staatliche Förderbank. Auf KfW-Förderung für Fassadendämmungen und außenliegenden Sonnenschutz hoffen darf nämlich, wer sein Gebäude entsprechend den Anforderungen für ein „Effizienzhaus 85“ oder ein „Effizienzhaus Denkmal“ energetisch modernisiert.

Spezielle Anforderungen für Außendämmungen

Das GEG unterscheidet unterscheidet zwischen Neubauten und kompletten energetischen Modernisierungen sowie zwischen reinen Fassadensanierungen. Während im ersten Fall eine komplette energetische Gesamtbilanzierung durchgeführt werden muss, sind die Anforderungen geringer, wenn Sie an ihrem Ein- oder Zweifamilienhaus lediglich die Fassade zu mehr als zehn Prozent sanieren. Dann müssen Sie eine Außendämmung aufbringen, deren Bauteile einen bestimmten Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) aufweisen.

Für Außendämmungen setzt das GEG einen U-Wert von mindestens 0,24 fest. Dieser lässt sich nach einer Aufschlüsselung der Verbraucherzentrale mit einer zwölf bis 16 Zentimeter dicken Dämmschicht erreichen. Der gleiche U-Wert wird für Dämmungen von Steildächern und Dachschrägen, der obersten Geschossdecken und für Decken, die nach unten an Außenluft grenzen, verlangt. Solche Dämmschichten sind dann 14 bis 18 Zentimeter dick.

Experten-Rat macht sich bezahlt

Weil energetische Modernisierungen eine sehr komplexe Angelegenheit sind, sollten Sie für die Planung Fachleute hinzuziehen. Umso mehr gilt dies, wenn Sie bei der KfW eine Förderung beantragen möchten. Dann müssen sie auf jeden Fall einen bei der Deutschen Energieagentur zertifizierten Experten hinzuziehen.

Experten-Rat bietet sich auch bei der Auswahl des geeigneten Dämm-Verfahrens an. Technologien wie Kern- oder Einblasdämmung, Wärmedämmverbundsystem oder hinterlüftete Vorhangfassade haben je eigene Besonderheiten. Wenn Sie noch tiefer in die Materie einsteigen, werden Sie zudem feststellen, dass es auch viele unterschiedliche Dämmstoffe gibt. Auch hier ist guter Rat teuer – beziehungsweise sollten Sie guten Rat einholen, damit Sie am Ende nicht draufzahlen.

Warum auf graue Energie geachtet werden muss

Grundsätzlich haben Sie bei Dämmstoffen die Wahl zwischen solchen aus fossilen Rohstoffen, aus mineralischen Materialien und aus nachwachsenden beziehungsweise ökologischen Stoffen. Welche die optimale Wahl ist, kommt sehr auf den konkreten Einsatzfall an. So sind laut Verbraucherzentrale Naturmaterialien beispielsweise ungeeignet für die Dämmung von in der Erde liegenden Mauern. In diesem Fall muss auf fossile Materialien wie etwa Polystyrol zurückgegriffen werden.

Genau hinschauen sollten Sie auch, wenn Sie zu Dämmstoffen aus nachwachsenden oder recycelten Materialien greifen möchten. Manche von ihnen schneiden nämlich in der Gesamtbilanz gar nicht so gut ab, weil ihr Verbrauch von sogenannter „grauer Energie“ sehr hoch ist. Damit ist der Energie- und der Ressourcenverbrauch gemeint, der bei der Herstellung des Produktes, beim Transport, der Verarbeitung und sogar beim Rückbau und der Entsorgung anfällt.


So finden Sie den richtigen alternativen Dämmstoff

  • Mit dem Dämmstoff.Navi der Verbraucherzentrale wählen sie mithilfe weniger Fragen ganz einfach den für Ihr Projekt geeigneten alternativen Dämmstoff aus.
  • Wieviel graue Energie welcher alternative Baustoff verbraucht, entnehmen Sie der Übersicht von Nachhaltiges Zuhause.

Experten-Rat finden Sie auf den Original Baumessen

In Ihrem Kopf sind nun lauter Fragezeichen aufgetaucht? Dann können Ihnen die Original Baumessen helfen. Bei uns sind immer auch Energieeffizienzberater – oft auch von der Verbraucherzentrale – anwesend. Besuchen Sie doch einfach eine unserer 20 Baumessen und diskutieren direkt mit den Expertinnen und Experten, welche Lösung für Ihr Zuhause die beste ist! Wann die nächste Baumesse in Ihrer Nähe stattfindet, erfahren Sie auf www.baumesse.de.

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Dämmmaterialien gehören zu den wichtigsten Baustoffen für die energetische Modernisierung. (Bild: BaumesseE GmbH)
Dämmmaterialien gehören zu den wichtigsten Baustoffen für die energetische Modernisierung. (Bild: BaumesseE GmbH)

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Bei der Baumesse finden Sie für alle Wünsche und Fragen kompetente Ansprechpartner. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir freuen uns darauf, Ihnen bei Ihrem Anliegen zu helfen.

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