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Die Baukosten steigen weiter, wenn auch nicht mehr ganz so schnell

Finanzierung & Absicherung

Die Baukosten steigen nicht mehr so stark wie noch vor zwei oder drei Jahren. Trotzdem bleibt ein Neubau ein teures Vergnügen. Dazu tragen auch die ebenfalls nach oben gekletterten Zinsen für Baufinanzierungen bei.

„Die Baukosten gehen weiter nach oben!“ Das haben Sie vor drei Jahren an dieser Stelle gelesen. Was ist seitdem passiert? Bauen ist noch teurer geworden. Das hat erst jüngst das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Im Februar 2025 stiegen die Kosten für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um 3,2 Prozent gegenüber dem gleichen Monat ein Jahr zuvor. Innerhalb der Bau-Gesamtkosten stiegen die Preise für den Ausbau etwas stärker als die für den Rohbau.

Zu bauen geht also weiterhin richtig ins Geld. Allerdings steigen die Preise nicht mehr so extrem wie noch vor wenigen Jahren. Während wir im vorigen Artikel noch von Preissteigerungen von 14,4 Prozent im Jahr 2021 schrieben, die Steigerungsrate 2022 sogar auf 16,3 Prozent emporschnellte und 2023 immerhin noch 8,4 Prozent betrug, stellt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung nun in einer aktuellen Publikation fest: Der „Baupreisanstieg normalisiert sich“.

Ein Quadratmeter Neubau kostet über 4.470 Euro

Das Preisniveau ist gleichwohl noch sehr hoch. Ein Quadratmeter einer Neubauwohnung kostete laut Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen 2024 über 4.470 Euro und damit rund 48 Prozent mehr als 2020, schreibt das Handelsblatt.

Die andauernden Kostensteigerungen finden  vor dem Hintergrund einer nachlassenden Bautätigkeit statt. 2024 wurden in Deutschland nur etwa 251.900 Wohnungen gebaut und damit satte 14,4 Prozent weniger als 2023, berichtet tagesschau.de. Damit wurde das Ziel der Bundesregierung, gegen die Wohnungsknappheit jedes Jahr mindestens 400.000 Wohnungen  zu bauen, weit verfehlt. Als Grund dafür werden gestiegene Zinsen und die hohen Baukosten genannt.

Bauzinsen im Juni bei rund 3,2 Prozent

Ähnlich wie die Preise kannten auch die Bauzinsen in den vergangenen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Während wir vor drei Jahren feststellten, die Niedrigzinsphase sei vorbei – und über Zinsen von rund 1,75 Prozent für Baukredite mit kurzer Zinsbindung sprachen –, liegt der durchschnittliche Baukredit-Zins mittlerweile bei durchschnittlich rund 3,5 Prozent. Im Juni sank er bei Zinsbindungen bis zu zehn Jahre leicht auf etwas über 3,2 Prozent, hat die Baufinanzierungsberatungsgesellschaft Dr. Klein ermittelt.

Gerade auch wegen der steigenden Renditen an den Anleihemärkten – wozu die vermehrte Schuldenaufnahme der öffentlichen Hand beiträgt – würden sich die Bauzinsen in den nächsten Monaten in einem Korridor zwischen 3,5 und vier Prozent bewegen, so die Berliner Morgenpost. Prognosen über noch längere Zeiträume seien mit vielen Unsicherheiten behaftet, zitiert die Zeitung weitere Experten. Dennoch zeichne sich ab, dass die Bauzinsen tendenziell eher noch weiter ansteigen werden.

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Neu zu bauen ist ein herausforderndes Abenteuer für die ganze Familie (Bild: BaumesseE GmbH)
Neu zu bauen ist ein herausforderndes Abenteuer für die ganze Familie (Bild: BaumesseE GmbH)

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