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Pst! Nur für leise Wärmepumpen gibt es eine staatliche Förderung

Energie sparen

Wärmepumpen erzeugen auf klimaschonende Weise Heizenergie. Immer öfter ersetzen sie veraltete Öl- oder Gasheizungsanlagen. Mit ihrem charakteristischen, hinter einem Lüftungsgitter verborgenen Ventilator gehören sie längst zum gewohnten Anblick in Wohnsiedlungen. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Wärmepumpen auch Lärm machen?

Wer nachts durch Siedlungsstraßen läuft, nimmt bisweilen ein leises Brummen wahr. Verantwortlich dafür sind oft Wärmepumpen, die draußen aufgestellt wurden. Wärmepumpen haben Konjunktur. Laut Statistischem Bundesamt wurden sie voriges Jahr in zwei Drittel aller fertiggestellten Wohngebäude eingebaut. Zehn Jahre zuvor waren es nicht einmal halb so viele. Bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern beträgt der Wärmepumpenanteil sogar über drei Viertel.

Motorräder sind doppelt so laut wie Wärmepumpen

Noch einmal zurück zum Brummen: Wärmepumpen sind keine Leisetreter. Vor allem die Ventilatoren, aber auch der Kompressor verursachen Schallemissionen im Bereich von 30 bis 65 Dezibel. Dies entspricht der Spannweite von einer geflüsterten Unterhaltung bis hin zur normalen Lautstärke eines Fernsehers. Zum Vergleich: Motorräder sind mit Geräuschemissionen zwischen 70 und 77 Dezibel unterwegs. Klingt wenig? Nun, auf der Dezibel-Skala bedeutet ein Zehner-Schritt für das menschliche Ohr eine Verdoppelung des Lärms. Motorräder sind also doppelt so laut wie die lautesten Wärmepumpen.

Natürlich gibt es für die Schallemissionen von Wärmepumpen Vorschriften mit zulässigen Grenzwerten. Diese sind in der sogenannten Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) niedergelegt. In reinen Wohngebieten liegen diese beispielsweise bei maximal 35 Dezibel nachts und 50 Dezibel tagsüber, berichtet der Verband Wohneigentum. In städtischen Gebieten dürfen die Geräte etwas lauter sein. Dass Wärmepumpen die Grenzwerte einhalten, obwohl sie grundsätzlich lauter wären, liegt daran, dass die Hersteller erheblich in die Schallisolierung investieren. Diese wird natürlich an den besonders lauten Teilen angebracht, es gibt aber auch spezielle Schallschutzhauben.

Oft wenig beachtet wird die Tatsache, dass die Geräuschemissionen auch einen Einfluss darauf haben, ob die Anschaffung einer Wärmepumpe gefördert wird oder nicht. Neben vielen anderen Anforderungen schreibt die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ nämlich auch vor, dass Wärmepumpen gewisse Schallschutzanforderungen erfüllen müssen. Und zwar sollen außenliegende Geräte mindestens 5 Dezibel leiser sein, als es der Grenzwert in der Europäischen Durchführungsverordnung Nr. 813/2013 (Ökodesign-Verordnung) fordert.

Schall-Vorschriften werden zum 1. Januar 2026 verschärft

An diesem Punkt gibt es ab dem 1. Januar 2026 eine wichtige Änderung. Dann müssen Wärmepumpen, die draußen aufgestellt werden, den Schall-Grenzwert nämlich um mindestens 10 Dezibel unterbieten. Sonst sind sie nicht mehr förderfähig. Darauf weist das Gebäudeforum klimaneutral der Deutschen Energieagentur (DENA) hin.

Sie fragen sich, ob Ihre (geplante) Wärmepumpe nicht eventuell zu laut ist? Dann konsultieren Sie unbedingt den interaktiven Schallrechner des Bundesverbands Wärmepumpe!

Falls Sie sich genauer über die Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen informieren möchten, sind Sie bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale goldrichtig, die in diesem sehr hilfreichen Artikel die Wärmepumpen-Förderung umfassend erläutert.

Energieberatung wird auf der Baumesse großgeschrieben

Abschließend haben wir noch einen Tipp für Sie: Auf vielen Baumessen treffen Sie die Expertinnen und Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale persönlich. Somit sollten Sie unbedingt einen Besuch auf einer unserer mittlerweile 20 Baumessen einplanen, wenn Sie Ihre Energieversorgung modernisieren möchten. Beratung dazu wird bei uns groß geschrieben. Zudem gibt es auf fast jeder Veranstaltung einen Energiespar-Schwerpunkt. Heimische Fachbetriebe präsentieren dabei ihr vielfältiges Angebot zu Solarenergie, Photovoltaik und Wärmepumpen.

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Wärmepumpe auf dem Rasen
Wärmepumpe auf dem Rasen. Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

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