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Moderne Badezimmer können mehr

Hausgeräte & Elektrik

Das Badezimmer wird „smart“. In die Nasszellen halten automatisierte, per Smartphone-App steuerbare Licht- und Heizungselemente Einzug. Der Spiegel wird zur Steuerzentrale. Wir geben Ihnen einen Überblick über die faszinierenden Möglichkeiten der modernen Bad-Gestaltung.

Bis zu 47 Minuten verbringen die Deutschen täglich im Bad, Frauen bis zu einer Viertelstunde mehr als Männer, berichtet Wohnglück. Waschbecken, Dusche, WC, Spiegel, Schrank- und Ablageflächen, Steckdosen für Rasierer & Co.: Viel mehr Ausstattung benötigt ein Badezimmer nicht, scheint es. Immerhin sind die Sanitärräume in der der deutschen Durchschnittswohnung nur 9,1 Quadratmeter groß.

Aber weit gefehlt: Auch ins Bad zieht Hightech ein. Badezimmer werden „smart“. 2020 nutzten bereits sechs Prozent „Smart Living“-Anwendungen in der Nasszelle. Ein Drittel der Befragten einer Studie erwogen immerhin die Anschaffung von Smarthome-Geräten. Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft bilanzierte nach der Branchenmesse ISH im März 2023 in Frankfurt am Main:

„Im Badezimmer helfen zunehmend smarte Produkte, den Alltag leichter, komfortabler und interessanter zu gestalten: Der Spiegel als Info-Zentrale, smarte Steuerung von Wasseranwendungen (Dusche etc.), die App-Steuerung bei Dusch-WCs, Wasser auf Knopfdruck, Hygienefunktionen durch UV-Schutz, eine intelligente Lichtsteuerung und berührungslose Technologien sind im smarten Badezimmer schon lange keine Zukunftsversionen mehr. Der Wachstumsmarkt der Smart Living-Technologien hat nun endgültig auch das Badezimmer erreicht.“

Steuerung per Stimme, Smartphone oder Display

Von vielen der Unterhaltung zuzurechnenden Anwendungsmöglichkeiten abgesehen, beziehen sich einige der „mitdenkenden“ Technologien natürlich wie in anderen Wohnbereichen auch auf die Bereiche Heizung und Licht. Heizungen können energiesparend so gesteuert werden, dass es immer zum richtigen Zeitpunkt angenehm warm ist und die Temperatur außerhalb dieser Zeiten abgesenkt wird. Licht lässt sich wiederum nutzungsabhängig regeln. Beim Rasieren wird es punktuell heller, beim Duschen wird vielleicht eine entspannende Lichtstimmung erzeugt. Wie eine solche smart-moderne Badezimmerwelt, in der Sie viele Anwendungen per Stimme, Smartphone-App oder einen spezielles Bediendisplay im Badezimmer, aussehen könnte, berichten unter anderem Houzz sowie auch der Bad- und Spa-Designer Torsten Müller.

Spiegel spielt Musik und sorgt für Stimmung

In den Mittelpunkt smarter Badezimmer rückt vielfach der Spiegel. Dort kontrollieren die Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur ihr Äußeres, sondern sie steuern darüber auch die smarten Gerätschaften. Verschiedene Anbieter bieten laut GQ-Magazin bereits Badezimmerspiegel mit Touchscreen-Funktionen und integrierten Lautsprechern an, die darüber hinaus dank hinterlegter LEDs noch spezielle Lichtstimmungen erzeugen können. Sollten Sie nun denken: „Was hilft mir das, weil mein Spiegel sowieso ständig beschlägt?“, können Sie beruhigt sein. Natürlich verfügen die smarten Spiegel über eine integrierte Heizung. Ihre Oberfläche zeigt deshalb stets klare Bilder.

Zahlreiche Stromanschlüsse werden benötigt

Sollten Sie nun Lust bekommen haben, Ihr Bad mit smarter Technologie aufzuwerten, gibt es einiges zu bedenken. Zuallererst benötigen alle Geräte Strom. Entsprechende Elektroinstallationen sollten also im Badezimmer vorhanden sein. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima zählt laut Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft allein mehr als 16 Stellen auf, an denen Stromanschlüsse sinnvoll wären, um Ihr Smart-Living-Badezimmer up to date zu halten. „Saft“ sollte unter anderem an der Badewanne, der Dusche, der Toilette, in der Decke und den Wänden, an den Waschbecken, der Heizung, dem Spiegel und einigen weiteren „Ecken“ im Bad verfügbar sein. Hinzu kommen einige Steckdosen sowie die obligatorische Einbindung des Badezimmers ins häusliche Kommunikationsnetzwerk.

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