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Estrich: Tatsachen über den vielseitigen Fußbodenaufbau

Hausbau

Obwohl wir im Alltag meist achtlos über die Fußböden in unseren Wohnungen laufen, lohnt sich ein genauerer Blick nach unten. Wurden etwa der Teppichboden oder das Laminat auf Estrich verlegt? Kaum ein Baustoff wird so häufig bei Neubauten oder Renovierungen verwendet und ist so vielseitig.

Wer ein neues Haus baut, wird oft zum Estrich greifen. Estrich? Das schweizerische Wort dafür lautet laut Wikipedia Unterlagsboden, was die Funktion dieses Baustoffs ganz gut beschreibt. Estrich als Fußbodenaufbau schafft eine ebene Unterlage, auf die dann andere Bodenbeläge aufgebracht werden können.

Nützliche Eigenschaften und verwirrende Vielfalt

Estrich verfügt über eine Reihe nützlicher Produkteigenschaften, deretwegen er gern in Neubauten verwendet wird. Unter anderem ist er wegen seiner guten Wärmeleitfähigkeit ideal für den Einbau von Fußbodenheizungen geeignet. Des Weiteren ist er wärme- und trittschalldämmend. Estrich leistet aber auch bei Renovierungen gute Dienste, denn mit ihm lassen Bodenunebenheiten gut ausgleichen.

Wer sich für Estrich entscheidet, steht vor einer riesigen Auswahl unterschiedlicher Verlegearten –Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht oder schwimmender Estrich – und Estrich-Sorten.Kompetente Estrich-Velreger, die Sie beispielsweise auf den Original Baumessen treffen, helfen Ihnen bei der richtigen Entscheidung. Für eine erste Information ist diese Aufstellung einer Baumarkt-Kette hilfreich.

Wann der Estrich erneuert werden sollte

Bisweilen muss aber auch der Estrich selbst erneuert werden. Zwar ist seine durchschnittliche Lebensdauer je nach Konstruktionsart und Material sehr unterschiedlich und kann laut Kölner Institut für Fußboden- und Raumausstattung von 25 bis über 60 Jahre reichen, trotzdem gibt es Anzeichen, dass ein Estrich ausgebessert oder sogar erneuert werden muss.

Warnsignale sind nach diesen Angaben tiefe Risse, großflächige Abplatzungen oder Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Auch wenn der Estrich uneben geworden ist, muss er zumindest saniert werden. Hohl klingende Stellen sind ein weiterer Hinweis auf Handlungsbedarf.

Dünnschichtige Estriche als clevere Alternative

Bei den oben bereits erwähnten energetischen Modernisierungen schlägt die Stunde dünnschichtiger Estriche. Gerade wenn Fußbodenheizungen samt zusätzlicher Dämmschichten installiert werden sollen, sind sie der Baustoff der Wahl. Dünnschichtige Estriche, führte Jan Böttcher auf der Baumesse Rheda-Wiedenbrück 2025 aus, überzeugten durch ihre geringe Aufbauhöhe. Der Inhaber des Estrichleger-Meisterbetriebs Böttcher Estriche aus dem ostwestfälischen Verl hob ebenfalls die gute Wärmeleitfähigkeit von Estrich hervor.

Baumesse-Expertenforum mit Jan Böttcher

Dünnschichtige Estriche spielen ihre Stärken laut Böttcher vor allem auch bei der Sanierung älterer Häuser aus. In Häusern aus den 1970er-Jahren seien die Räume beispielsweise oft zu niedrig, um dort reguläre Estrich-Konstruktionen aufzubringen. Dünnschichtige Estriche ließen hingegen noch genügend Platz für eine zusätzliche Dämmschicht. Ein weiteres Plus sei ihr geringes Gewicht. Dies trage dazu bei, statische Probleme zu verhindern.


Bildquelle:SmigelAufziehen Estrich Rüttelverfahren, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0

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Ein Estrichleger bei der Arbeit. (Bild: Smigel – Aufziehen Estrich Rüttelverfahren, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aufziehen_Estrich_R%C3%BCttelverfahren.jpg)
Ein Estrichleger bei der Arbeit. (Bild: Smigel – Aufziehen Estrich Rüttelverfahren, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aufziehen_Estrich_R%C3%BCttelverfahren.jpg)

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