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Von der Dachrinnenreinigung bis zum Heizungscheck: So macht man Haus und Garten winterfest

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Ob verstopfte Dachrinnen, gluckernde Heizungen oder frostgefährdete Außenhähne: Mit unserem schnellen Herbstcheck schützt du Haus und Garten vor teuren Winterschäden und sparst Energie.

Die teuersten Winterschäden am Haus haben selten mit Pech zu tun: Meistens ist es die verstopfte Regenrinne, die man im Oktober nicht mehr angeschaut hat, oder der Außenhahn, den man beim ersten Frost noch angeschlossen hatte. Ein Nachmittag im Herbst reicht in der Regel aus, um die größten Risiken auszuräumen. Wir zeigen die Punkte, die wirklich zählen.

1. Dach, Fassade und Regenrinnen

Dringt Wasser in feine Risse im Putz und gefriert dort, dehnt es sich um rund neun Prozent aus. Das reicht aus, um den Putz regelrecht absprengen zu lassen. Deshalb lohnt sich vor dem Winter ein genauer Blick auf die Gebäudehülle.

Die Regenrinne sollte frei von Laub und Zweigen sein. Verstopft sie bei Starkregen, läuft das Wasser über und trifft direkt auf die Fassade. Ob der Ablauf wieder funktioniert, lässt sich einfach testen: Man hält den Gartenschlauch ins Fallrohr und schaut, ob das Wasser zügig abfließt.

Nach den ersten Herbststürmen sollte man einmal aufs Dach schauen (oder schauen lassen): Sitzen alle Ziegel fest? Besonders anfällig sind die Übergänge am Schornstein, an Dachfenstern und Blechanschlüssen. Kleine Risse im Außenputz oder in Klinkerfugen sollte man vor dem ersten Frost mit Mörtel oder Dichtstoff schließen, nicht danach.

2. Heizung einstellen und entlüften

Eine schlecht eingestellte Heizung treibt die Energierechnung unnötig hoch, und die Korrektur dauert meist keine halbe Stunde.

Gluckert es im Heizkörper oder wird er nur unten warm, sitzt Luft im System. Vor dem Entlüften schaltet man die Umwälzpumpe ab, dreht alle Ventile voll auf und wartet rund 30 Minuten. Dann beginnt man am höchsten Heizkörper im Haus und lässt mit dem Entlüftungsschlüssel die Luft ab, bis Wasser kommt.

Danach sinkt der Wasserdruck, also nachschauen: Als Faustformel gilt 0,1 bar pro Meter Höhenunterschied zwischen Heizkessel und oberstem Heizkörper, plus 0,5 bar Sockeldruck. Bei 10 Metern Höhe kommt man so auf rund 1,5 bar. Fehlt Wasser, wird nachgefüllt, idealerweise mit aufbereitetem Wasser nach VDI 2035, damit sich im Wärmetauscher kein Kalk absetzt.

Wer noch frei liegende Heizungsrohre im unbeheizten Keller hat, sollte sie dämmen. Die Dämmschläuche aus dem Baumarkt sind in einer Stunde übergezogen und sparen ab dem ersten kalten Tag spürbar Energie.

3. Wasserleitungen und Außenhähne vor Frost schützen

Ein geplatztes Wasserrohr im Garten gehört zu den teuersten Winterschäden überhaupt und zählt zugleich zu den am leichtesten vermeidbaren.

Bei normalen Außenhähnen:

  • Gartenschläuche, Brausen und Aufsätze komplett abmontieren
  • Das Absperrventil im Keller zudrehen
  • Den Außenhahn draußen ganz aufdrehen
  • Am kleinen Entleerungsventil innen das Restwasser in einen Eimer laufen lassen
  • Den Hahn über den Winter offen stehen lassen (nicht wieder zudrehen)

Frostsichere Armaturen entleeren sich zwar nach jedem Zudrehen selbst, aber nur, wenn kein Schlauch mehr angeschlossen ist. Genau das wird im Herbst gerne vergessen, und dann hilft auch das teure Spezialventil nichts mehr. Eine Erinnerung im Kalender spart also viel Stress!

4. Fenster und Türen dicht machen

Zugluft ist oft kein Bauproblem, sondern ein Schaden an der Dichtung. Der Papiertest zeigt es schnell: Man klemmt ein Blatt Papier in den Rahmen und schließt das Fenster. Lässt es sich ohne Widerstand herausziehen, schließt das Fenster nicht mehr richtig oder die Dichtung ist ausgeleiert. Oft reicht es, die Beschläge am Flügel nachzustellen.

Damit die Gummidichtungen bei Frost nicht am Rahmen festfrieren und beim Öffnen reißen, hilft es, sie im Herbst mit Hirschtalg, Glyzerin oder Silikonspray einzureiben.

5. Solaranlage und Photovoltaik

Kälte schadet Photovoltaik-Modulen nicht; im Gegenteil, bei niedrigen Temperaturen arbeiten sie sogar etwas effizienter. Wer gefahrlos herankommt, sollte festsitzendes Herbstlaub entfernen, damit es keine Schattenflecken und damit Ertragsverluste verursacht.

Schnee auf dem Dach dagegen sollte liegen bleiben. Das Entfernen ist auf einem Steildach gefährlich und bringt finanziell kaum etwas. Ab etwa 30 Grad Dachneigung rutscht der Schnee ohnehin meist von selbst ab, sobald kurz die Sonne scheint.

6. Streupflicht und Wege

Rutscht jemand auf dem Gehweg vor dem eigenen Grundstück aus, haftet im Zweifel der Hauseigentümer. Feste bundesweite Zeiten oder Maße gibt es dafür aber nicht: Die Gemeindesatzung gibt die konkreten Uhrzeiten vor, üblich sind Zeiträume werktags etwa zwischen 07:00 und 20:00 Uhr. Auch bei der Breite reicht es laut Rechtsprechung meist, wenn zwei Fußgänger aneinander vorbeikommen, ein exaktes Maß schreibt das Gesetz nicht vor. Wer sicher gehen will, schaut kurz auf die Website der eigenen Gemeinde.

Sand, Splitt oder Granulat sollte man rechtzeitig besorgen. Streusalz ist für Privatpersonen in den meisten Kommunen verboten, weil es Bäumen und Hundepfoten schadet. Ein kurzer Funktionstest von Bewegungsmeldern und Außenlampen sorgt dafür, dass auch im Dunkeln niemand stolpert.

Der Herbstcheck im Überblick

  • Wasser und Garten: Außenhähne entleeren, Schläuche abmontieren
  • Heizung: Heizkörper entlüften, Systemdruck prüfen
  • Dach und Rinne: Laub entfernen, Fallrohre auf Durchfluss testen
  • Sicherheit: Splitt/Sand besorgen, Außenlicht testen
  • Fenster: Dichtungen prüfen, mit Hirschtalg/Silikon pflegen

Primär genutzte Quellen

R+V, R+V, wohnglück.de, Ganter Energie, heizung.de, Haustechnik-Wissen.de, Ennergy, Hornbach

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Die Reinigung der Dachrinne geht schnell und spart viel Ärger.
Auf vereisten Flächen vor dem Haus herrscht Rutschgefahr - im schlimmsten Fall haftet man für Verletzungen.
Damit im Winter in Haus und Garten keine üble Überraschung droht, sollte frühzeitig vorgesorgt werden.
Damit die Heizung gut funktioniert, sollte sie regelmäßig entlüftet werden.
Gut abgedichtete Fenster können viel Geld sparen.