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Solarstrom: Auch bei geringerer Förderung lohnenswert Drucken

 Der akute Preisverfall für Solaranlagen hat eine Diskussion um die Förderung von Solarstrom entfacht. Um Stromkunden zu entlasten, die bislang die umweltfreundliche Technologie über ihre Stromrechnung mitfinanzieren, erwägt die Bundesregierung die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Dachanlagen ab April und für Freiflächenanlagen ab Juli um 15 Prozent senken. Wer noch von der derzeitigen Förderung profitieren will, sollte keine überhastete Entscheidung treffen, sondern die Installation einer Photovoltaik­anlage umsichtig durchrechnen und planen. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, worauf bei Planung und Angebot zu achten ist.

    * Leistungsgarantie: Betreiber einer Solaranlage bekommen die Einspeisung von Solarstrom gesetzlich festgelegt 20 Jahre lang vergütet. Für die Höhe der Rendite ist ein rentables Verhältnis von Preis und garantierter Nennleistung in Watt entscheidend. Interessenten sollten sich die Nennleistung möglichst für 20 Jahre vom Hersteller der Solaranlage garantieren lassen. Darüber hinaus sollten nur qualitätsgeprüfte und zertifizierte Module in der Anlage verwendet werden.
    * Angebotsvergleich: Wer auf die Erzeugung von Solarstrom umsteigen will, sollte für die Installation der Anlage mehrere Komplettangebote von mit der Materie vertrauten Installateuren einholen. Sind einzelne Posten – wie Lieferung der Module, Wechselrichter, Verkabelung, Befestigungssystem, Montagekosten, Anschluss ans Netz und die Erledigung der Formalitäten mit den Netzbetreibern – im Detail aufgeführt, lassen sich die Preise am besten vergleichen.
    * Wirtschaftlichkeit: Stimmen sämtliche Voraussetzungen, ist die Investition in eine Photovoltaikanlage eine sichere und rentable Geldanlage. Um hierbei später keine böse Überraschung zu erleben, gehört neben einer ausführlichen Darstellung sämtlicher Kosten und Erlöse auch die Berechnung der Wirtschaftlichkeit in jedes Angebot. Darin sollten die Aufwendungen für Wartung und Versicherung ebenfalls berücksichtigt sein.
    * Eigene Nutzung: Jede Kilowattstunde Solar­strom, die ein privater Produzent selbst verbraucht, wird gesondert vergütet. Richtig verbucht werden kann der selbst genutzte Strom aber nur, wenn die Höhe des Eigenverbrauchs auf einem geeichten Stromzähler ablesbar ist. Wer die Kosten für die passende Ablesetechnik nicht scheut, dem winkt demnächst eine deutliche Anhebung der Extravergütung.


Eine neutrale, halbstündige Beratung rund ums Thema Solarstrom bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW für 5 Euro in ihren örtlichen Beratungsstellen an. In einigen Städten kommen die Energie-Experten zum Solar-Check auch ins Haus. Die 90-minütige Vor-Ort-Beratung, mit Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union gefördert, kostet 60 Euro.

www.vz-nrw.de

 

 
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