(djd/pt). Die eigenen vier Wände verbessern - und der Staat zahlt mit: Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, kann im Rahmen von KfW-Förderprogrammen wie "Wohnraum modernisieren" Wirklichkeit werden. Förderfähig sind grundsätzlich alle Maßnahmen, die der Verbesserung und Instandsetzung von Wohnraum dienen oder die Energieeffizienz des Hauses verbessern. Dazu zählen beispielsweise Ausbauten im Dachgeschoss, eine Aufstockung des Gebäudes, Anbauten zur Schaffung von mehr Wohnraum oder eine verbesserte Wärmedämmung von Wänden oder Dach.
Modernisierung genau planen
Vor dem Beginn von Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten kann
ein Fachmann des Zimmererhandwerks eine Bestandsaufnahme im Haus machen
und dem Hausbesitzer Vorschläge erarbeiten, wie er seine
Modernisierungsziele am besten erreicht. Auf dieser Basis erstellen
Zimmerer- und Holzbaubetriebe konkrete Angebote. Zu den reinen
Umsetzungskosten kommen noch weitere Ausgaben etwa für Beratung,
Baugenehmigung oder die Ausstellung eines Energieausweises. Sind von
den Arbeiten mehr als zehn Prozent des Gebäudekörpers betroffen, muss
das Haus danach den strengeren Anforderungen der
Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Das gleiche gilt auch für
Aufstockungen und Anbauten. Holzbau hat sich hier besonders bewährt.
Zum einen beeinträchtigt sein geringes Gewicht die Statik eines
Gebäudes weit weniger als die Massivbauweise, zum anderen sind die
Arbeiten in vergleichsweise kurzer Zeit zu erledigen. Der
Holzbaufachmann weiß, worauf zu achten ist und wie sowohl statische
Gegebenheiten als auch die neuen EnEV-Regeln eingehalten werden können
(Handwerkeradressen und Informationen unter
www.zimmermeister-modernisieren.de).
Finanzierung mit Augenmaß
Wenigstens 20 bis 40 Prozent der anfallenden Kosten sollten bei einer
Modernisierung über Eigenkapital gedeckt sein, der Rest kann
fremdfinanziert werden. Die Hausbank oder eine Bausparkasse berät über
die Möglichkeiten verschiedener Finanzierungen und welche im Einzelfall
am besten passt. Auf keinen Fall sollte man die verschiedenen
Förderprogramme der KfW-Förderbank außer Acht lassen, die ebenfalls
über Hausbank oder Bausparkasse angefordert werden können. Neben
"Wohnraum modernisieren" können auch Programme wie "Energieeffizient
sanieren" oder "Energieeffizient bauen" für die Finanzierung in
Betracht kommen.