(djd/pt). Im Jahr 2008, dem dritten Jahr nach Wegfall der Eigenheimzulage, lag die Zahl der erteilten Baugenehmigungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 174.000 auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Neben dem Wegfall der Förderung ist es nun auch die unsichere Wirtschaftslage, die viele zu einer Verschiebung ihres Wunsches nach den eigenen vier Wänden bewegen dürfte. In einer Online-Umfrage ging die gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) den Gründen nach, welche die Deutschen zum Bau oder Erwerb eines eigenen Hauses bewegen - und wo sie die größten Hemmnisse sehen.
Verbesserung der Wohnqualität am wichtigsten
Für rund 70 Prozent spielt die Verbesserung der Wohnqualität eine
entscheidende Rolle, auf Rang zwei landete mit 62 Prozent die private
Altersvorsorge. Steigenden Mietbelastungen wollen 37 Prozent der
Befragten entgehen. Immerhin 28 Prozent halten die eigene Immobilie für
einen Schutz gegen Inflation, mit einer Wertsteigerung rechnen
allerdings nur noch zehn Prozent.
Das größte Hindernis auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden ist der
schwierige Arbeitsmarkt. Für 60 Prozent wäre demnach die Angst vor dem
Jobverlust ein Hemmnis. Vor zu hohen Baukosten und dem Risiko von
Firmeninsolvenzen fürchten sich je 57 Prozent, und für 51 Prozent sind
die Grundstückspreise zu hoch.
Baurisiken lassen sich verringern
"Bauen ganz ohne Risiko gibt es nicht", meint dazu Peter Mauel,
Vorsitzender des BSB. "Aber wir sehen an der Umfrage durchaus, wie neue
Risikofaktoren in den Fokus von Bauinteressierten gerückt sind. Doch es
gibt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zahlreiche
Möglichkeiten, das Bauherrenrisiko zu mindern." Dazu gehört laut Mauel
ein klarer Blick auf die eigenen Vorstellungen und eine realistische
Einschätzung der eigenen Möglichkeiten. Er rät dazu, bereits vor
Vertragsabschluss und während der Bauphase die professionelle Beratung
eines unabhängigen Bauherrenberaters in Anspruch zu nehmen. Unter
www.bsb-ev.de gibt es Informationen und Ansprechpartner.