Berlin (ots) - Nur ein Drittel aller Eigenheimbauherren und -käufer der Generation 50 plus macht sich (noch) keine Gedanken, ob das Objekt auch für das Wohnen im Alter geeignet ist. Jeder zweite hat dagegen in den letzten vier Jahren vor allem bei der Wohnlage darauf geachtet, dass es auch später noch "passt", 26 Prozent haben beim Bau oder Kauf direkt auf eine altersgerechte Ausstattung geachtet. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von TNS-Infratest im Auftrag mehrerer Finanzierungsinstitute, darunter der Landesbausparkassen (LBS) für den Zeitraum 2004 bis 2007.
Viele Menschen haben demnach eine entsprechende Ausgestaltung von Haus
oder Wohnung - z. B. barrierefreie oder zumindest barrierearme Zugänge,
geeignete Badezimmerausstattung und ausreichend breite Türen - durchaus
im Blick, wenn es um die Frage geht: Kann ich im Alter möglichst lange
in der vertrauten Wohnung leben? Auf Platz eins steht nach Auskunft von
LBS Research aber offensichtlich nicht das Gebäude selbst, sondern vor
allem die nähere Umgebung. Eine gute Integration ins Wohnumfeld,
insbesondere auch geeignete Verkehrsanbindungen, spielen nach dem
aktuellen Befragungsergebnis eine deutlich größere Rolle.
Dies ist, wie die LBS-Immobilienexperten ergänzend mitteilen, im
übrigen kein Privileg der Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Vielmehr
werde durch die aktuelle Infratest-Umfrage ein allgemeiner Trend der
letzten Jahre bestätigt. Zum einen steige nämlich die Bedeutung von
Gebrauchtimmobilien, die sich meist in einem gewachsenen Umfeld
befänden und bei deren Erwerb die städtebauliche Einbindung meist
besser als bei größeren Neubauprojekten eingeschätzt werden könne. Zum
anderen aber fände der Eigentumserwerb immer stärker in den überwiegend
besser erschlossenen Ballungsräumen statt; auf diese entfielen
inzwischen rund 70 Prozent aller Käufe von Wohneigentümern.